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![]() Fassaden-Design by Oliver Kray |
Fassaden-Design als WerbeträgerIn einem Kunstwerk zu arbeiten, ist an sich schon etwas Besonderes. Das neue Firmengebäude des Malerunternehmens Matejat konnte die 29-köpfige Belegschaft sogar tatkräftig mit gestalten: In enger Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstler Oliver Kray und Caparol ist im niedersächsischen Bergen ein ästhetisch reizvoller Zweckbau entstanden, dessen Fassaden-Design Symbolcharakter für das gelungene Zusammenwirken von Kunst am Bau und Malerhandwerk besitzt. |
„Wir können mehr“, lautet das Motto des in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Malereibetriebs Matejat im niedersächsischen Bergen. Entgegen dem allgemeinen Wirtschaftstrend sind dessen Auftragsbücher ansehnlich gefüllt.
„Dass wir gerade jetzt unsere Neubaupläne verwirklicht haben, ist auf unseren mit den Jahren gewachsenen Geschäftserfolg zurückzuführen. Rein betriebswirtschaftlich betrachtet haben wir die Chance ergriffen, die Miete für das alte Firmengebäude ohne finanzielle Mehrbelastung in Ratenfür ein Baudarlehen umzumünzen. Den zusätzlichen Platz in der Werkstatt und im Lager können wir sehr gut gebrauchen, denn wir haben auch in Zukunft Großes vor“, betont Malermeister und Firmenchef Horst Matejat, dessen 1948 gegründeter Handwerksbetrieb Mitglied in der Maler- und Lackiererinnung Celle ist. Das Leistungsangebot des Familienunternehmens, dem Horst Matejat in dritter Generation vorsteht, erstreckt sich von klassischen Malerarbeitenüber Fußbodenbeschichtungen und Betoninstandsetzungen bis hin zur Rückverankerung von Verblendmauerwerk. Den Tätigkeitsschwerpunkt bildet seit geraumer Zeit jedoch die Montage vom Wärmedämm-Verbundsystemen, deren Auftraggeber überwiegend Gesellschaften der Wohnungswirtschaft sind. Als professionelle Objektbetreiber erwarten sie termingenaue Leistung in einwandfreier Qualität- ein Anspruch, dem Maler Matejat und seine Mitarbeiter durch handwerkliches Können und kundenorientiertes Auftreten bis heute noch immer gerecht geworden sind: „In Hannover-Herrenhausen haben wir beim bis dato größten Einzelauftrag in unserer Firmengeschichte fünf Jahre lang jeweils zwischen 10 000 und 12 000m² Fassadenfläche mit dem Capatect-WDVS von Caperol gedämmt und verputzt. Dass wir dabei tadellose Arbeit geleistet haben, wurde uns anschließend sogar von Mitbewerbern bescheinigt“, freut sich Horst Matejat über die kollegiale Anerkennung, die unter anderem auch im „Fassadenpreis 2007“ Ausdruck fand- eine Auszeichnung die jährlich von der Malerinnung Hannover vergeben wird. Der Betrieb arbeitet ausschließlich mit eigenem Personal. „Subauftragnehmer beschäftigen wir grundsätzlich nicht. Deshalb nehmen wir auch nur solche Aufträge an, die wir zu 100 Prozent aus eigener Kraft bewältigen können“, gibt Matejat Einblick in seine Firmenphilosophie. „Natürlich bin ich mir bewusst, dass eine handwerklich einwandfreie Leistung etwas kostet. Um jeden Preis billiger zu sein als andere, war allerdings noch nie mein Ziel- dafür wollte ich aber schon immer zu den Allerbesten zählen“, bezieht er Position. Seine Hauptaufgabe als Geschäftsführer sieht Horst Matejat darin, qualitätsbewusste Kunden, die handwerkliches Können angemessen honorieren, von der Leistungsfähigkeit seines Malerbetriebs zu überzeugen und fachkundig, fair und zielgerichtet zu beraten.
Grafische Elemente für die wir uns entschieden, hat er nach Genehmigung des Gesamtentwurfs auf die Außenwände übertragen und die Hilfslinien mit einem 3er-Ringpinsel schwarz nachgezogen“, erläutert Horst Matejat das Geschehen. „Das Besondere an seiner Arbeitsweise ist, dass Oliver Kray die grafischen Ornamente ohne Schablonen oder sonstige Hilfsmittel frei von Hand auf den Putz überträgt. Das macht jeden Wandabschnitt zu einem kleinen Kunstwerk und das gesamte Gebäude zu einem Unikat“, erläutert Kundenberater Axel Schmidt-Adlung. „Nachdem der Künstler seine Motivideen auf die Fassade übertragen hatte, waren meine Mitarbeiter aufgerufen , die voneinander abgegrenzten Flächen so auszugestalten, dass darin die Farbtöne unseres Logos mit hohem Wiedererkennungswert erscheinen. Gemeinsam mit meiner Frau Anette und Objektleiter Axel Schmidt-Adlung habe ich das Mischungsverhältnis jeder einzelnen Fassadenfarbe für die verschiedenen Bereiche zuvor persönlich festgelegt“, fügt Horst Matejat hinzu. Dass die Fassade des Bürotrakts farblich wesentlich dezenter gehalten ist als die Außenwände der Werkstatt und des Lagers, ist die pure Absicht und entspringt einer einleuchtenden Logik: Kunden, die sich für Wärmedämm-Verbundsysteme interessieren, wollen in erster Linie Energiespareffekte erzielen. Horst Matejat veranschaulicht die Details der WDVS-Ausführungsplanung vorzugsweise ganz konkret am eigenen Objekt. „ Im Kundengespräch muss ich erklären können, wie wichtig zum Beispiel Fensterbankschlüsse, Dämmstoffdicken sowie die korrekte Einbindung von Rolladenkästen usw. für den Energiebedarf des Hauses sind. Allzu auffällige Fassadenfarben und schmückende Motive würden die Besucher dabei nur ablenken“, erläutert der erfahrene Malermeister. An der Fassade der Werkstatt und des Materiallagers hingegen sind wesentlich intensivere Farbtöne sowie ausgefallene grafische Gestaltungselemente angebracht; sie sollen den Besuchern schöpferisches Schaffen auf den ersten Blick signalisieren. Hier wird kreativ gearbeitet, wird experimentiert, werden Farben gemischt und die erforderlichen Materialien gelagert. Deshalb wurde das farbliche Erscheinungsbild der vollflächig verputzenAußenwände in unterschiedlicher Intensität gestaltet. So findet das Auge des Betrachters Fassadenabschnitte von betont harmonischer Gestaltung neben anderen, die durch eine abwechslungsreiche Farbgebung und Formensprache faszinieren.
Quelle: Achim Zielke, Der Maler - Januar 2010 Mehr Informationen zu dem Malerbetrieb Matejat: www.matejat.de |
Zum Presseartikel - Der Maler, Januar 2010
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